Bienensterben weitet sich im Norden des Landkreises aus
Nach dem Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut bei Bienen im Juli 2026 in der Nähe von Mittenwalde breitet sich die Bienenseuche weiter aus. Zum Schutz der Bienen musste die Veterinärbehörde die Restriktionszone erweitern und weitere Maßnahmen erlassen.
Sperrbezirk (neu)
Königs Wusterhausen, Schenkendorf, Mittenwalde, Gallun, Bestensee, Zeesen
Untersuchungsgebiet (neu)
Ragow, Deutsch Wusterhausen, Königs Wusterhausen, Schenkendorf, Zeesen, Bestensee, Motzen, Gallun, Telz und Mittenwalde einrichten.
Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk sind auf Amerikanische Faulbrut amtstierärztlich klinisch und labordiagnostisch untersuchen zu lassen. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz hat in der Folge Bekämpfungsmaßnahmen in der Tierseuchenallgemeinverfügung als Notbekanntmachung veröffentlicht, um die Ausbreitung der bei Imkern gefürchteten Tierseuche zu verhindern. „Leider sind die Befürchtungen hinsichtlich des Ausmaßes der Amerikanischen Faulbrut wahr geworden. Wir haben nun den fünften Seuchenfall bei den Bienen in unserem Landkreis“, sagt Amtstierärztin und Amtsleiterin Dr. Jana Guth.
Alle Imker werden aufgefordert, ihre Völker nicht in den oben genannten Sperrbereich (siehe Kartenauszug) zu bringen. Des Weiteren sind regelmäßige Brutkontrollen durchzuführen und klinische Auffälligkeiten an den Bienenvölkern umgehend an das Veterinäramt zu melden. Sofern dies der Fall ist, haben Imker an ihrem Bienenstand keine Veränderungen, wie das Entfernen von Bienenvölkern, Waben, Wabenteilen, Honig zur Verfütterung an Bienen oder benutzten Gerätschaften, vorzunehmen. Die Veterinärbehörde appelliert weiter an alle Imker, nur Völker oder Ableger mit vorheriger Laboruntersuchung und einem amtlichen Gesundheitsattest zu kaufen oder zu verkaufen.
Hintergrund „Amerikanische Faulbrut“ (AFB):
Die AFB ist für den Menschen ungefährlich − auch der Honig oder andere Bienenprodukte können dabei bedenkenlos verzehrt werden. Bei der AFB handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die ausschließlich die Larven von Bienenvölkern und damit die Bienenbrut befällt. Erwachsene Bienen können nicht an der Faulbrut erkranken, verbreiten sie aber über ihr Haarkleid oder als Ammenbienen über das Futter und führen so die Infektionskette fort, wodurch es zum Massensterben von Bienenvölkern kommen kann. Ausgelöst wird die Krankheit durch das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae, wobei die Sporen durch Körperkontakt und Futteraustausch im Bienenvolk verteilt werden. Räuberei unterstützt die Weiterverbreitung von Volk zu Volk und in andere Bienenstände.
Kontakt:
Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz beim Landkreis Dahme-Spreewald
E-Mail: veterinaeramt@dahme-spreewald.de | Tel.: 03546 20-1613 o. 03375 26-2121| Fax: 03546 20-1663
