Brand­schutz­auf­klä­rung / Selbst­hilfe

Brand­schutz­auf­klä­rung und Selbst­hilfe

Selbsthilfe

Bevölkerungsinformation zur Selbsthilfe

In den Medien wird täglich von Unfällen und Katastrophen berichtet. Meist betrifft es andere. Aber ganz schnell können auch Sie einem Brand, Hochwasser, Chemieunfall, Stromausfall oder anderen Gefahren ausgesetzt sein. Wenn der Notfall eingetreten ist, ist es zu spät, umfangreiche Vorsorgemaßnahmen erst zu planen. Bis Hilfe eintrifft vergeht Zeit. Und dabei kommt es gerade dann vielleicht auf Minuten an, die über das Leben von Menschen oder den Erhalt von Sachwerten entscheiden. Minuten, in denen jeder von uns erst einmal auf sich selbst gestellt ist, in denen die Vorsorgemaßnahmen sich bewähren sollen.

Das richtige Verhalten in Notsituationen und die Vorbereitungen darauf bezeichnet man als Selbstschutz. Der Selbstschutz kann helfen, die Zeit bis zum Eintreffen von Feuerwehr, Rettungsdienst oder Katastrophenschutz zu überbrücken. Auch können persönliche Vorsorgemaßnahmen helfen, die Auswirkungen eines Schadens auf uns und unser Umfeld zu reduzieren. Deshalb sollten Sie sich mit dem Selbstschutz rechtzeitig vertraut machen, zum Beispiel durch einen Lehrgang in Erster Hilfe und Ihre Kenntnisse regelmäßig auffrischen. Sich und anderen helfen kann nur, wer dies beherrscht.

Um konkrete und praktische Information zum Selbstschutz zu erhalten, können Sie hier die Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt“ vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe downloaden.

Bevöl­ke­rungs­warn­system „KAT­WARN“

Der Gesetzgeber im Land Brandenburg schreibt  vor, dass die Landkreise wirksame Maßnahmen zur Vorbeugung und zur Bekämpfung von Großschadensereignissen und Katastrophen zu treffen haben. Diese Forderung schließt auch den Schutz der Zivilbevölkerung ein.

Wenngleich unsere etwa 160.000 Einwohner in erster Linie für ihren Eigenschutz selbst verantwortlich sind, hat der Landkreis doch im Rahmen seiner Fürsorgepflicht nach Möglichkeiten zu suchen, die Bevölkerung im Falle von großen Schadenslagen  rechtzeitig zu informieren bzw. zu warnen.

Allerdings gibt es seit etwa Anfang der 90er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland kein flächendeckendes Warnsystem mehr. Auch die früher üblichen Sirenen sind zunehmend „aus der Landschaft verschwunden“. Hinzu kommt bei den wenigen verbliebenen Sirenen, dass die Bevölkerung seitdem wenig bzw. gar keine Erfahrungen mehr im Umgang mit den verschiedenen Sirenensignalen hat.

Diesen Umstand haben sich das Fraunhofer-Institut und die öffentlichen Versicherer zu Nutze gemacht und das Katastrophenwarnsystem KATWARN entwickelt.

KATWARN ermöglicht die Warnung der Bevölkerung im betroffenen Territorium einfach per SMS oder E-Mail – im Zeitalter von Handy und iPhone eine durchaus geeignete Möglichkeit, um Informationen schnell zu verbreiten.

Der Bürger kann sich hierzu bei einer Servicenummer unter Angabe seiner Postleitzahl anmelden. Die Speicherung der Daten erfolgt auf einem speziellen KATWARN-Server, auf den die Regionalleitstelle Lausitz in Cottbus Zugriff hat. Es werden hier Handy-Nummer und Postleitzahl registriert und im Falle eines Ereignisses im Postleitzahlengebiet sind die Leitstellen-Mitarbeiter in der Lage, auf die Daten zuzugreifen und die Bürger im betroffenen Gebiet erhalten umgehend eine SMS oder E-Mail mit entsprechenden Informationen zum Ereignis und ggf. Verhaltenshinweisen. Ist die Gefahr vorüber, erfolgt die Entwarnung ebenfalls per SMS oder E-Mail.

Dieser Dienst ist für den Bürger kostenlos. Er hat lediglich einmalig die SMS-Kosten für die Anmeldung zu tragen. Diese sind vom jeweiligen Mobilfunkanbieter abhängig.