Newcastle-Ausbruch in Dahme-Spreewald: Keine weiteren Fälle
Seit Anfang März 2026 sind im Landkreis Dahme-Spreewald Ausbrüche der hochansteckenden Geflügelkrankheit Newcastle Disease nachgewiesen worden. In den letzten 14 Tagen sind keine weiteren Ausbrüche festgestellt worden. Die Lage ist weiterhin sehr angespannt und wird intensiv überwacht.
„1,7 Millionen Tiere mussten getötet werden. Die Bekämpfung der Newcastle-Krankheit in den letzten Wochen hat alle Beteiligten vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Jetzt liegt der Schwerpunkt auf der Einhaltung der EU-Vorgaben und intensiven Kontrollen in den Restriktionszonen. Nach neuen Festlegungen müssen einige Geflügelhaltungen im 1 km-Umkreis um die Ausbruchsgeschehen intensiver und zum Teil mehrfach überprüft werden. Wir wissen, dass dies belastend ist, und bedanken uns herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe“, sagt Stefan Wichary, Beigeordneter und Dezernent für Veterinärwesen und Verbraucherschutz.
Wichary weiter: „Wenn jetzt keine weiteren Fälle auftreten, können die Kontrollen und Reinigungsmaßnahmen voraussichtlich in fünf Wochen abgeschlossen werden. Danach beginnt eine 30-tägige Frist, nach deren Ablauf eine Aufhebung der Restriktionen rechtlich möglich ist. Das bedeutet für die Geflügelhalter im Landkreis, dass Maßnahmen wie beispielsweise die Aufstallungspflicht über das gesamte zweite Quartal andauern werden und frühestens zu den Sommerferien aufgelöst werden können.“
Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Dahme-Spreewald bittet weiterhin dringend um Mithilfe. Auf die bestehende Impfpflicht für Hühner und Puten wird noch einmal besonders hingewiesen. Geflügelhalter sollten den Impfschutz ihrer Tiere überprüfen, Ställe vor unbefugtem Betreten sichern sowie Stall- und Straßenkleidung konsequent trennen. Das Virus kann über infizierte Tiere, Eier, Futter oder Schadnager sowie über kontaminierte Kleidung, Geräte und Fahrzeuge verbreitet werden. Die Impfung erfolgt in der Regel über das Trinkwasser oder durch Injektion durch einen Tierarzt.
Bestehende Sperrmaßnahmen – einschließlich Straßensperrungen wie die Straße „Unter den Eichen“ in Bestensee – sind unbedingt einzuhalten. Dies gilt für alle Verkehrsteilnehmenden, einschließlich Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und Reiter. „Wie das Virus in unseren Landkreis gelangt ist, lässt sich weiterhin nicht sagen. Es ist aber mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es aus den Nachbarländern Polen oder Tschechien eingeschleppt wurde“, sagt Stefan Wichary.
Veranstaltungen mit Geflügel, wie Märkte, Messen oder Tierschauen, bleiben in den Schutz- und Überwachungszonen weiterhin untersagt. Nach aktuellen Festlegungen des Landes dürfen solche Veranstaltungen aber auch außerhalb dieser Restriktionszonen derzeit nicht stattfinden.
Tierhalter sind aufgerufen, ihre Tiere zu beobachten und bei Auftreten von Symptomen sofort das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Dahme-Spreewald zu informieren.
Telefon: 03546 20-1613
E-Mail: veterinaeramt@dahme-spreewald.de
Um Hinweise auf neue Informationen zur Newcastle-Krankheit auf der Webseite des Landkreises zu erhalten, wurde ein E-Mail-Verteiler eingerichtet. So besteht für alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, zeitnah über neue Entwicklungen, Schutzmaßnahmen und Kontrollmaßnahmen informiert zu werden. Anmeldung unter: https://www.dahme-spreewald.de/de/verwaltung/verwaltungsstruktur/dezernat2/veterinaerwesen/newcastle-krankheit-nd/
