Pres­se­mit­tei­lung

2026 / 0106 - 03.06.2026

Modernisierung der Trichinenuntersuchungsstelle

Die Trichinenuntersuchungsstelle des Landkreis Dahme-Spreewald wird umfassend modernisiert. Im Rahmen der geplanten Baumaßnahmen werden technische Einrichtungen erneuert und die Räumlichkeiten an aktuelle arbeits- und brandschutzrechtliche Anforderungen angepasst.

Die Umbauarbeiten finden seit Anfang Juni statt. Während dieser Zeit kann die Untersuchung der eingehenden Trichinenproben nicht in der kreiseigenen Untersuchungsstelle erfolgen und muss vorübergehend an externe Labore vergeben werden. Für Jägerinnen und Jäger sowie für Personen, die Hausschlachtungen durchführen möchten, hat dies Auswirkungen auf die Bearbeitungszeiten. Aufgrund der notwendigen Auslagerung verlängern sich die Freigabezeitpunkte für Trichinenproben entsprechend den Regelungen des aktuellen Merk­blattes zur Trichi­nen­pro­ben­ent­nahme durch Jäger.

„Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, wird die Untersuchung der Trichinenproben wieder in der kreiseigenen Untersuchungsstelle durchgeführt. Über die Wiederaufnahme des regulären Betriebs werden wir zeitnah informieren“, sagt Carsten Brumme, Dezernent für Ordnung, Recht, Verbrau­cher­schutz und Euro­paan­ge­le­gen­heiten.

Sollten sich hieraus Schwierigkeiten bei geplanten Hausschlachtungen ergeben, steht das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz beratend zur Verfügung. Ansprechpartner ist:

Paul Meisner
Telefon: 03375 26-2163, E-Mail: paul.meis­ner@dahme-spree­wald.de

Hintergrund

In der Trichinenuntersuchungsstelle des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz werden Proben von frischem Fleisch insbesondere von Haus- und Wildschweinen, aber auch von Wildtieren wie Dachsen oder Waschbären auf das Vorhandensein gesundheitsschädlicher Trichinellen untersucht wird. Die Untersuchung ist zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher für alle für Trichinen empfängliche Tierarten vor dem Verzehr vorgeschrieben. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind deutschlandweit die Bundesländer, in denen mit Abstand die meisten Trichinellen bei Wildschweinen gefunden werden. In 2025 kamen allein 8 von den 19 bestätigten Fällen in Deutschland aus Brandenburg. Bei Hausschweinen kommt es aufgrund der deutlich hygienischeren Haltungsbedingungen und der routinemäßig durchgeführten Trichinenuntersuchung aller Schlachtschweine nur noch sporadisch und in der Regel bei Kleinsthalter zu Nachweisen von Trichinellen.