Pres­se­mit­tei­lung

2026 / 0073 - 29.04.2026

Filmabend „Bei uns heißt sie Hanka | Pla nas gronje jej Hanka | Pola nas rěka wona Hanka“

Filmvorführung und Filmgespräch mit Regisseurin Grit Lemke am 20. Mai 2026 in Lübben

Die Volkshochschule Dahme-Spreewald lädt gemeinsam mit der Stadtbibliothek Lübben zum Filmabend ein. Die Regisseurin Grit Lemke ist am 20. Mai zu Gast im Wappensaal in Lübben. Im Gepäck hat sie ihren Dokumentarfilm „Bei uns heißt sie Hanka“ von 2023. In ihrem Dokumentarfilm BEI UNS HEISST SIE HANKA begibt sich Regisseurin Grit Lemke auf die Spur ihrer sorbischen Wurzeln. Was als Suche nach Herkunft, Muttersprache und Zugehörigkeit beginnt, wird zu einem sehr persönlichen und intimen Einblick in die Traditionen, Traumata und Träume eines Volkes. Eine Reise so einzigartig, wunderschön und verwunschen wie eine Heimat, deren Täler, Wälder und Flussläufe untrennbar verbunden scheinen mit den Menschen, die diese Landschaft geprägt haben.

Der Filmabend mit Filmgespräch findet statt


am Mittwoch, 20.05.2026, um 17:30 Uhr,im Wappensaal, Schloss Lübben, Ernst-von-Houwald-Damm 14, 15907 Lübben (Spreewald)

Eintritt: 5,00 € (Vorverkauf und Abendkasse), der Kartenvorverkauf erfolgt über:
Reisebüro Spreewald Reisen
Am Markt 4, 15907 Lübben (Spreewald)
Telefon: 03546 8957, E-Mail: spwr@onlinehome.de

Eine verbindliche Platzreservierung ist über die Kreis­volks­hoch­schule möglich.

Zum Film
Heimat: Lausitz. Als erster Kinofilm über, von und mit Sorben begibt sich BEI UNS HEISST SIE HANKA auf einen Streifzug durch den östlichsten Rand Deutschlands. Jahrhundertelang entrechtet und schließlich als ethnische Minderheit offiziell anerkannt, suchen viele Sorbinnen und Sorben heute nach der eigenen und kollektiven Identität. Eingebettet in die malerische Natur der Lausitz begleitet der Dokumentarfilm sorbische Existenzen im Hier und Jetzt. Von der progressiven Künstlerin über traditionsbewusste Jungbauern bis zum intellektuellen Dichter könnten die Lebensentwürfe der sorbischen Gemeinschaft unterschiedlicher nicht sein. Vereint sind sie dennoch – in Sprache, Kultur und dem Ringen um das Wiedererwachen der sorbischen Idee.

Zur Regisseurin
Grit Lemke wurde 1965 in Spremberg/Niederlausitz geboren und wuchs in Hoyerswerda auf. Nach einer Baufacharbeiterlehre und Arbeit im Theater- und Kulturbereich nahm sie das Studium der Kulturwissenschaft, Ethnologie und Literatur in Leipzig auf. 1999 erfolgte die Promotion in Europäischer Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1991 arbeitete sie für Filmfestivals in wechselnden Funktionen. Langjährig tätig für DOK Leipzig und dort bis 2017 Leiterin des Filmprogramms. Beim FilmFestival Cottbus bis 2022 Leitung der deutsch-sorbischen Sektion „Heimat | Domownja | Domizna“. Sie kuratierte zahlreiche Filmreihen, u.a. bei DOK Leipzig, der Akademie der Künste Berlin, goEast Festival des mittel- und osteuropäischen Films Wiesbaden und für Goethe Institute weltweit. Sie ist Mitgründerin der AG Festivalarbeit in ver.di und des sorbisch-deutschen Filmnetzwerks Łužycafilm. Sie übernimmt Lehraufträge, ist Mentorin und Tutorin und Jury Mitglied (u.a. BKM, Filmfestivalkommission der Stadt Wien). Grit Lemke hat zwei Söhne und lebt in Berlin und zeitweilig in Hoyerswerda.