Pres­se­mit­tei­lung

2026 / 0064 - 14.04.2026

Erfolgreiche IGV-Übung am Flughafen BER stärkt Krisenreaktionsfähigkeit

Gesundheitsamt und Flughafen Feuerwehr üben den Ernstfall.
Gesundheitsamt und Flughafen Feuerwehr üben den Ernstfall.

Kürzlich fand am Flughafen BER eine Übung im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) statt. Der Umgang mit einem hochinfektiösen Passagier und dessen Kontaktpersonen stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Übung des Gesundheitsamtes des Landkreises Dahme-Spreewald, der Feuerwehr des Flughafens BER sowie des Notfallmanagements des Flughafens und des Rettungsdienstes Dahme-Spreewald. „Dank der freundlichen Unterstützung von easy-Jet und dem Flughafens BER konnten wir diese Übung unter realitätsnahen Bedingungen durchführen“, sagt Beigeordnete und Gesundheitsdezernent Stefan Wichary.

Die Übung fand am Flughafen BER im easy-Jet Hangar statt.
Die Übung fand am Flughafen BER im easy-Jet Hangar statt.

Die so genannte IGV/HCID-Übung (Internationale Gesundheitsvorschriften/Hochin-fektionstransport) wurde am Morgen mit der Alarmierung begonnen - gemeldet wurde ein erkrankter Patient an Bord eines Flugzeuges. Danach wurde der für diesen Fall vorgesehene Ablauf - unter anderem die Einrichtung eines Medical Assessment Centers am BER, die Registrierung von Fluggästen der Maschine bis hin zum Krankentransport zur Charité nach Berlin - unter realistischen Bedingungen geprobt. Rund 50 Einsatzkräfte und Statisten waren beteiligt, darunter auch Beobachter des Gesundheitsministeriums des Landes Brandenburg.

Im Fokus standen insbesondere die schnelle Identifikation und Bewertung der Lage, die Einleitung geeigneter Schutzmaßnahmen sowie die koordinierte Kommunikation zwischen den beteiligten Stellen. Auch Abläufe wie die Isolierung betroffener Personen, medizinische Erstversorgung, Informationsweitergabe sowie die Kontaktnachverfolgung wurden realitätsnah geübt. Auch wurde der Transport eines hochansteckungsgefährlichen Patienten vom Flughafen in die Sonderisolierstation der Berliner Charité geprobt. Dass solche Einsätze von den einzelnen Fachbereichen geübt werden, ist nicht ungewöhnlich. Die Besonderheit dieser Übung ist, dass so ein Einsatz von der Alarmierung, über den Transport bis hin zu Übernahme am Zielort in Berlin ganzheitlich geprobt wird - die Schnittstellen stehen dabei besonders im Blickpunkt.

Szenario: Registrierung der ankommenden Fluggäste
Szenario: Registrierung der ankommenden Fluggäste

 „Solche Übungen sind unerlässlich, um im Ernstfall schnell, koordiniert und effektiv handeln zu können“, betont Gesundheitsdezernent Stefan Wichary.  „Die Übung hat gezeigt, dass die bestehenden Konzepte tragfähig sind und die Zusammenarbeit zuverlässig funktioniert.“

Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun ausgewertet und fließen in die Weiterentwicklung bestehender Einsatzpläne ein. Ziel ist es, die Sicherheit von Reisenden sowie dem Personal zu gewährleisten und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten war in diesem Szenario unabdingbar, was sich auch in der aufwendigen Planung und Vorbereitung der Übung zeigte. Wir danken der EasyJet für die Zurverfügungstellung des Hangars und des Flugzeuges, der Flughafengesellschaft BER für den reibungslosen und unkomplizierten Ablauf am BER, der Flughafenfeuerwehr, der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., der Leitstelle Lausitz, der Securitas Aviation sowie der WISAG für ihre wertvolle Unterstützung und Zusammenarbeit.