Pres­se­mit­tei­lung

2026 / 0111 - 09.06.2026

32. Brandenburgische Seniorenwoche im Landkreis Dahme-Spreewald feierlich eröffnet

Im Rahmen der Festveranstaltung wurden zudem engagierte Bürgerinnen und Bürger traditionell mit „Einer Rose für…“ geehrt. v.l.n.r. Wolfgang Luplow (stellv. Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates Dahme-Spreewald), Manfred Zehn (Seniorenbeirat Stadt Golßen), Marlis Martin (Gemeinde Heideblick Ortsteil Wüstermarke), Lieselotte Niepraschk (Seniorenbeirat Stadt Luckau), Galina Zaretskaya (Stadt Königs Wusterhausen), Karin Görsch (Amt Lieberose/Oberspreewald), Sven Herzberger (Landrat im Landkreis Dahme-Spreewald)
v.l.n.r. Wolfgang Luplow (stellv. Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates Dahme-Spreewald), Manfred Zehn (Seniorenbeirat Stadt Golßen), Marlis Martin (Gemeinde Heideblick Ortsteil Wüstermarke), Lieselotte Niepraschk (Seniorenbeirat Stadt Luckau), Galina Zaretskaya (Stadt Königs Wusterhausen), Karin Görsch (Amt Lieberose/Oberspreewald), Sven Herzberger (Landrat im Landkreis Dahme-Spreewald)

Mit einer Festveranstaltung an Bord der MS Olympia auf dem Zeuthener See wurde die 32. Brandenburgische Seniorenwoche im Landkreis Dahme-Spreewald feierlich begangen. Gäste aus Politik, Gesellschaft, Seniorenbeiräten und ehrenamtlichen Initiativen kamen zusammen, um das Engagement älterer Menschen zu würdigen und die Bedeutung ihrer gesellschaftlichen Teilhabe hervorzuheben.

Die diesjährige Seniorenwoche steht unter dem Motto „Gesellschaft braucht Erfahrung – Senioren brauchen Teilhabe.“ Dieses Leitmotiv zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. In seiner Ansprache betonte der Landrat Sven Herberger die wichtige Rolle älterer Menschen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Landkreis. Erfahrungen, Wissen und Engagement seien unverzichtbare Ressourcen für das Gemeinwesen.

„Die Erfahrungen älterer Menschen sind ein wertvoller Schatz für unsere Gesellschaft. Sie geben Orientierung, vermitteln Wissen und stärken den Zusammenhalt in unseren Städten und Gemeinden. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Seniorinnen und Senioren aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben und ihre Ideen einbringen können. Die vielen ehrenamtlich Engagierten und die Seniorenbeiräte in unserem Landkreis leisten hierzu einen unverzichtbaren Beitrag. Ihnen gilt unser besonderer Dank und unsere Anerkennung“, sagt Landrat Sven Herzberger.

Besondere Anerkennung galt den 13 örtlichen Seniorenbeiräten sowie dem Kreisseniorenbeirat. Sie vertreten die Interessen älterer Menschen, bringen deren Anliegen in politische Entscheidungsprozesse ein und gestalten aktiv das Leben in den Städten und Gemeinden mit. Ob Informationsveranstaltungen zu Gesundheit und Vorsorge, Projekte zur digitalen Teilhabe oder generationenübergreifende Angebote – die Seniorenbeiräte leisten einen wichtigen Beitrag für ein selbstbestimmtes Leben im Alter.

Insbesondere wurde die in verschiedenen Kommunen durchgeführten Barrierefreiheits-begehungen. Gemeinsam mit Verwaltungen und Verantwortlichen vor Ort werden dabei öffentliche Räume auf Hindernisse untersucht und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt. Von diesen Maßnahmen profitieren nicht nur ältere Menschen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger. Auch die Förderung digitaler Kompetenzen spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Viele Seniorenbeiräte organisieren Schulungen und Unterstützungsangebote, damit ältere Menschen digitale Dienstleistungen sicher und selbstständig nutzen können.

Der Landkreis Dahme-Spreewald unterstützt die Seniorenarbeit gezielt. Gemeinsam mit dem Kreisseniorenbeirat wird derzeit die Evaluierung der seniorenpolitischen Leitlinien vorangetrieben. Ziel ist es, die Bedürfnisse älterer Menschen weiterhin konsequent in die Entwicklung des Landkreises einzubeziehen und die Seniorenarbeit zukunftsfähig auszurichten. Positiv hervorgehoben wurde zudem das neu etablierte Netzwerktreffen der Seniorenbeiräte, das den Erfahrungsaustausch fördert und erfolgreiche Projekte über Gemeindegrenzen hinweg sichtbar macht.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung eines selbstbestimmten Lebens im Alter. Im Rahmen des Landesprogramms „Pflege vor Ort“ werden inzwischen 14 Projekte im Landkreis gefördert. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Nachbarschaftshilfe, die ältere und pflegebedürftige Menschen im Alltag unterstützt und gleichzeitig das soziale Miteinander stärkt. Mit Unterstützung des Paktes für Pflege wurden hierfür Servicepunkte für Nachbarschaftshilfe eingerichtet. Darüber hinaus entsteht in Lübben gemeinsam mit der LWG eine barrierearme Pflege-Musterwohnung. Sie soll künftig zeigen, wie Wohnräume gestaltet werden können, damit Menschen auch bei gesundheitlichen Einschränkungen möglichst lange selbstständig in ihrem gewohnten Umfeld leben können.

Im Rahmen der Festveranstaltung wurden zudem engagierte Bürgerinnen und Bürger traditionell mit „Einer Rose für…“ geehrt, die sich in besonderer Weise für die Seniorenarbeit im Landkreis einsetzen. Sie stehen stellvertretend für viele Menschen, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz dazu beitragen, Gemeinschaft zu stärken und Teilhabe zu ermöglichen.

Die Veranstaltung auf dem Zeuthener See bot den Gästen Gelegenheit für persönliche Gespräche, Begegnungen und den Austausch über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Seniorenarbeit. Sie setzte zugleich ein deutliches Zeichen für die Wertschätzung älterer Menschen und ihres Engagements im Landkreis Dahme-Spreewald.

Auszeichnungen „Eine Rose für…“

Senioren Festveranstaltung 2026 Galina Zaretskaya (Stadt Königs Wusterhausen)
Galina Zaretskaya (Stadt Königs Wusterhausen)

Galina Zaretskaya – Stadt Königs Wusterhausen

Auf Vorschlag des Diakonischen Werkes Lübben gGmbH wurde Frau Zaratskaya geehrt. Sie ist seit 16 Jahren ehrenamtliche Übersetzerin sowohl für Beratungsgespräche der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte als auch bei Jugendmigrationsdienst tätig. Frau Zaretskaya verfügt über vertrauenswürdige Fähigkeiten sowie die Kompetenz und Empathie, um als Bindeglied zwischen Klienten und Berater zu fungieren. Sie vereint die professionelle Distanz sowie eine gute Menschenkenntnis und Kommunikationsfähigkeit. Durch Frau Zartetskaya erleben Geflüchtete Vertrauen aufzubauen und sich ein wenig beheimatet in der doch fremden Umgebung zu fühlen. Sie begleitet die Klienten auch oftmals zu Gesprächen in die Klinik, Ärzten, Schulen, Behörden.


Manfred Zehn – Stadt Golßen

Senioren Festveranstaltung 2026 Manfred Zehn Stadt Golßen
Manfred Zehn (Stadt Golßen)

Auf Vorschlag des Seniorenbeirates Golßen wurde Herr Manfred Zehn geehrt. Herr Zehn engagiert sich seit vielen Jahren sehr aktiv im Seniorenarbeit. Bei den monatlichen Veranstaltungen unterstützt er durch seine Tatkraft, seine Ideen und seine ausgeprägte Eigeninitiative. Für die Belange der Seniorinnen und Senioren nimmt er sich stets viel Zeit und setzt sich mit persönlichem Engagement ein. Ebenso unterstützt Herrn Zehn im Mehrgenerationenhaus in Golßen bei anfallenden Reparaturen, Aufbau von Möbeln oder bei der Vorbereitung von Veranstaltungen. Durch seine offene und direkte Art, verbunden mit seinem ausgeprägten Humor, ist Herrn Zehn ein geschätztes und beliebtes Mitglied der Gesellschaft. Herr Zehn versteht es, Menschen zu begeistern und zu motivieren. Auch in der AWO-Seniorengruppe bringt er sich aktiv ein und unterstützt die Leitung zuverlässig.

Marlis Martin – Gemeinde Heideblick

Senioren Festveranstaltung 2026 Marlis Martin Gemeinde Heideblick OT Wüstermarke
Marlis Martin (Gemeinde Heideblick OT Wüstermarke)

Auf Vorschlag des Seniorenbeirates der Gemeinde Heideblick wurde Frau Martin geehrt. Frau Martin engagiert sich seit 11 Jahren für die Seniorinnen und Senioren des Ortes Wüstermarke und sorgt dafür, dass sich die Seniorinnen und Senioren einmal monatlich treffen können.  Ebenfalls ist Sie ein aktives Mitglied im Seniorenbeirat der Gemeinde. Diese Treffen gestaltet Frau Martin immer interessant und themenbezogen. Sie lädt Gäste ein, die Vorträge sowohl zu naturkundlichen Themen als auch medizinische Schwerpunkte beinhalten. Regelmäßig wird ebenfalls der Ortsvorsteher eingeladen, um Vorhaben der Gemeinde zu erörtern bzw. Probleme der Seniorinnen und Senioren zu hören. Frau Martin führt alle auf eine Art und Weise zusammen, sodass sich die älteren Menschen aufgehoben und gehört fühlen. Besonders die alleinstehenden Personen, aber auch ältere Ehepaare haben so die Möglichkeit den Dorfbewohnern zusammenzukommen und am Dorfleben teilzuhaben.

Lieselotte Niepraschk – Stadt Luckau

Senioren Festveranstaltung 2026 Lieselotte Niepraschk Stadt Luckau
Lieselotte Niepraschk Stadt Luckau

Auf Vorschlag des Seniorenbeirates der Stadt Luckau wurde Lieselotte Niepraschk geehrt. Frau Niepraschk ist seit mehr als 10 Jahren mit des Seniorenbeirates und ist trotz ihres hohen Alters (90 Jahre) immer noch sehr aktiv. Sie unterstützt bei allen Veranstaltungen des Seniorenbeirates und leistet in ihrem Heimatort Nachbarschaftshilfe bei Bekannten, die von Krankheit oder Pflege betroffen sind. Gleichfalls ist sie in ihrem Heimatort auch im Gemeindezentrum sehr aktiv, unterstützt in der Küche, bäckt Kuchen, richtet die Räume her usw. Ebenfalls ist Frau Niepraschk seit 1991 Mitglied der Brandenburger Landfrauen der Niederlausitz e.V. und setzt sich somit dafür ein, dass die ländlichen Traditionen, wie z.B. das Binden der Erntekrone erhalten bleiben. Ebenso ist sie dort im Vorstand tätig und nimmt auch hier regelmäßig an den Veranstaltungen teil.

Irene Welski – Stadt Königs Wusterhausen (nicht anwesend)

Auf Vorschlag des Kreisseniorenbeirates und der Ortsgruppe der Volkssolidarität Wernsdorf wurde Frau Welski geehrt. Frau Welski war über viele Jahre ein aktives Mitglied in der Ortsgruppe der Volkssolidarität. Sie engagierte sich bei der Durchführung von Veranstaltungen und half nach der Wendezeit vielen Einwohnerinnen und Einwohnern sich mit der neuen Situation zurechtzufinden. Sie war ebenso viele Jahre Ortsvorsteherin in Wernsdorf und hat sich insbesondere für die Interessen der älteren Menschen eingesetzt, indem sie z.B. für die Umgestaltung des Dorfplatzes oder einen Fahrradweg von Wernsdorf nach Neu Zittau gekämpft hat. Des Weiteren war Frau Welski jahrelanges Vorstandsmitglied unseres Kreisseniorenbeirates. Sie hat sich auch dort mit vielen Anregungen aktiv in die Vorstandsarbeit eingebracht und mit großer Sorgfalt das Protokoll geführt.

Senioren Festveranstaltung 2026 Karin Görsch Amt Lieberose/Oberspreewald
Karin Görsch Amt Lieberose/Oberspreewald

Karin Görsch – Amt Lieberose/Oberspreewald

Auf Vorschlag von Frau Schade wurde Frau Görsch geehrt. Frau Görsch engagiert sich seit vielen Jahren in Lieberose. Sie war zum einen jahrelanges Mitglied in der Initiativgruppe Internierungslager Jamlitz e.V. und ist seit 2 Jahren regelmäßig einmal in der Woche im FiZ Lieberose (Familie im Zentrum) als Küchenfee tätig. Gemeinsam werden Gerichte ausgesucht, kleine raffinierte Nachspeisen erdacht und schlussendlich mit viel Herz auf den Tisch gebracht. Frau Görsch hat dabei auch immer ein offenes Ohr für die Belange der Seniorinnen und Senioren. Sie ist in der Nachbarschaftshilfe engagiert, hilft bei Fahrten zum Arzt, singt im Chor, ist Mitglied einer Tanzgruppe und versucht sich konstruktiv und aktiv nach ihren Möglichkeiten in der Gemeinschaft einzubringen. Frau Görsch schenkt den Menschen, denen es gerade nicht gut geht Hoffnung und gibt Mut.