Gunnar Decker liest aus seiner Biographie über Rainer Maria Rilke
Der Todestag von Rainer Maria Rilke, ein schillernder Dichter der frühen Moderne, jährt sich dieses Jahr 2026 zum 100. Mal. Heinrich-Mann-Preis-Träger und Autor Gunnar Decker liest aus seiner neuen Biographie „Rilke. Der ferne Magier“ vor. Die Lesung findet in Zusammenarbeit der Kreisvolkshochschule Dahme-Spreewald mit der Stadtbibliothek Königs Wusterhausen statt.
Zum Buch:
Rainer Maria Rilke ist auch nach über einhundert Jahren ein Welteröffner. Er verführt seine Leser zur existenziellen Selbstbefragung und fordert Entschlüsse: »Du musst dein Leben ändern.« Seine Dichtung, das stellt Gunnar Decker auf faszinierende Weise heraus, war immer auch eine Reaktion auf die Krisen der Gegenwart, der Versuch, sich eine Gegenwelt zu erschreiben, die für ihn lebenswerter war als jene, die er in Prag, München, Worpswede, Moskau, Berlin, Rom, Duino, Venedig oder Paris vorfand. So scheinen Rilkes ruheloses Leben und sein metaphysische Fragen umkreisendes Werk auf einzigartige Weise verwoben. In seiner wunderbar erzählten Biographie widmet sich Decker auch erstmals Rilkes schwierigem Verhältnis zu seiner Mutter Phia, dem Nicht-Verhältnis zu seiner lebenslangen Ehefrau Clara und zur Tochter Ruth. Er beschreibt seinen Kampf gegen den körperlichen Verfall, der einen Schlüssel zum Verständnis des Werkes bietet, und deutet seinen Entschluss nach dem Ersten Weltkrieg, kein deutscher Dichter mehr sein zu wollen. Ein neuer, überraschender Blick auf eine der schillerndsten Dichterfiguren unserer frühen Moderne. Eine Vielzahl an Rilkes Werken können Sie in der Stadtbibliothek Königs Wusterhausen ausleihen.
Die Autorenlesung findet statt:
am Freitag, 27.Februar 2026, 18:00 Uhr,
in der Stadtbibliothek Königs Wusterhausen
Scheederstraße 1 c, 15711 Königs Wusterhausen
Vorverkauf und Abendkasse 8 €, ermäßigt 6 €
Der Kartenvorverkauf erfolgt über die Stadtbibliothek Königs Wusterhausen
Tel. 03375 / 25600, E-Mail: info@bibliothek-kw.de
Zum Autor:
Gunnar Decker wurde 1965 in Kühlungsborn geboren, studierte an der Berliner Humboldt-Universität Philosophie und promovierte 1994 über Ketzergeschichte. Er lebt als Autor und Journalist in Berlin, veröffentlichte vielfach gelobte Biographien wie »Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns« (2009), »Hermann Hesse. Der Wanderer und sein Schatten« (2012), »Franz von Assisi. Der Traum vom einfachen Leben« (2016), »Ernst Barlach. Der Schwebende« (2019) und »Rilke. Der ferne Magier« (2023). Ferner erschienen die Geschichtsbücher »1965. Der kurze Sommer der DDR« (2015) und »Zwischen den Zeiten. Die späten Jahre der DDR« (2020). 2016 wurde er mit dem von der Berliner Akademie der Künste verliehenen Heinrich-Mann-Preis ausgezeichnet.
