Biosphärenreservat und Landkreis veranstalten 19. Quappentag
Das Biosphärenreservat Spreewald und der Landkreis Dahme-Spreewald richten am 7. März 2026 den 19. „Quappentag“ aus. Die Quappe als inzwischen selten gewordener Spreewaldfisch steht dabei symbolisch für gefährdete Fließgewässerarten und die Bedeutung von intakten Gewässerlebensräumen.
Am Sonnabend, dem 07.03.2026 sind ab 10 Uhr fischereilich interessierte Spreewälder, Angler, Fischer und Fachleute in den „Gasthof zum Unterspreewald“ in Schlepzig eingeladen, um sich zu Themen rund um das Ökosystem Wasser und dessen Bewohner auszutauschen.
Der ehemalige Vizepräsident des Landesanglerverbandes, Dr. Klaus Piesker wird einen Blick auf die historische Entwicklung der Fischerei und ihre Bedeutung als eng mit der Natur verbundenes Handwerk werfen. Im vergangenen Jahr ist sein Buch „Natur. Mensch. Demut?“ erschienen. Er thematisiert darin wie auch in seinem Vortrag die Notwendigkeit einer nachhaltigen Nutzung unserer natürlichen Gewässer und das Spannungsfeld zwischen Bewirtschaftung und Bewahrung von Ressourcen.
Paul Jarick wird den Gästen die Vogelwelt rund um das Wasser im UNESCO Biosphärenreservat Spreewald vorstellen. Der Reservatsmitarbeiter nimmt uns mit auf Beobachtungen von Eisvogel, Fischadler, Flussseeschwalbe, Schwarzstorch und weiteren eng mit der Wasserwelt verbundenen gefiederten Arten.
Angelverbände und -vereine sowie Fischereigenossenschaften fördern im Rahmen ihres Hegeauftrages Fischbestände unter anderem durch das das Aussetzen von Zucht- oder Wildfischen. Dies kann zum einen den Erhalt gefährdeter Arten sichern, ist in anderen Fällen aber auch fischereilich ohne Wirkung und gleichzeitig mit Risiken für den Erhalt der biologischen Vielfalt verbunden. Christian Wolter vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei setzt sich mit dem Für und Wider von Fischbesatz auseinander.
Darüber hinaus gibt Anne Röver von der unteren Wasserbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald einen kurzen Überblick über aktuelle Entwicklungen zur Fischdurchgängigkeit in der Region und stellt den Fisch des Jahres 2026 vor.
Zeit für Austausch und Diskussionen ist wie immer eingeplant.
