Pres­se­mit­tei­lung

2026 / 0196 - 20.10.2026

17 Jahre Pflegestützpunkt im Landkreis Dahme-Spreewald

Beratung, Hilfe und Unterstützung aus einer Hand

Der Pflegestützpunkt Lübben feiert am 23. Oktober sein 17-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung steht er Menschen mit Pflegebedarf und ihren Angehörigen im Landkreis Dahme-Spreewald mit Rat und Tat zur Seite. Was im Jahr 2009 begann, ist heute ein wichtiges Beratungsangebot für alle, die sich mit Fragen rund um Pflege, Versorgung und Unterstützung im Alltag konfrontiert sehen.

Die drei Beraterinnen Frau Noack, Frau Lehmann und Frau Pavlik beraten an zwei Tagen in der Woche in den Räumlichkeiten des Pflegestützpunktes in der Gerichtsstraße 8 in Lübben. Ihr Ziel ist es, Betroffene und Angehörige in oftmals schwierigen Lebenssituationen zu entlasten, Orientierung zu geben und gemeinsam passende Lösungen zu finden.

Wenn ein Familienmitglied nach einem Schlaganfall oder Unfall plötzlich pflegebedürftig wird, verändert sich der Alltag von einem Moment auf den anderen. Die Rückkehr nach Hause muss organisiert, ein Pflegegrad beantragt, Formulare müssen ausgefüllt und ein verlässliches Netzwerk aus Helfenden aufgebaut werden. In dieser Situation helfen die Beraterinnen, Ruhe und Struktur in die nächsten Schritte zu bringen. Sie nehmen sich Zeit, hören zu, erläutern mögliche Leistungsansprüche und informieren über regionale Unterstützungsangebote.
Bereits in der Erstberatung wird auch das Thema Vorsorgevollmacht angesprochen. Sie kann dazu beitragen, dass eine Vertrauensperson im Bedarfsfall rechtliche und organisatorische Angelegenheiten im Rahmen der erteilten Vollmacht übernehmen kann. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Beratung ist die Anerkennung einer Schwerbehinderung. Bereits ab einem Grad der Behinderung von 20 können unter bestimmten Voraussetzungen steuerliche Entlastungen in Anspruch genommen werden. Welche Ansprüche bestehen, hängt von den jeweiligen Voraussetzungen ab.

Der Grundsatz „ambulant vor stationär“ prägt die Arbeit des Pflegestützpunktes seit Beginn. Gemeinsam mit den Ratsuchenden prüfen die Beraterinnen, welche ambulanten Hilfen und Entlastungsangebote infrage kommen. So sollen Pflegebedürftige möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Zuhause leben können und pflegende Angehörige vor Überlastung geschützt werden.

Ist eine Versorgung im Pflegeheim aufgrund des hohen Pflegebedarfs unumgänglich, stellt sich häufig die Frage nach der Finanzierung. Auch hier bietet der Pflegestützpunkt Orientierung und Unterstützung, um die individuelle Situation zu klären und mögliche Hilfen aufzuzeigen.
Nicht alle Betroffenen können die Beratungsstelle selbstständig aufsuchen. Wenn Angehörige nicht in der Nähe leben oder der Weg in die Beratungsstelle nicht mehr möglich ist, unterstützen die Beraterinnen bei Bedarf auch im häuslichen Umfeld. Sie bringen die erforderlichen Anträge mit und helfen beim Ausfüllen. Bei einem Hausbesuch kann zugleich geprüft werden, wie sich die Wohnung sicherer und barriereärmer gestalten lässt. Dazu gehören beispielsweise Anträge auf wohnumfeldverbessernde Maßnahmen oder einfache Hinweise wie das Entfernen von Stolperfallen und ungenutzten, sperrigen Möbeln.

Mit der kürzlich eröffneten Pflegemusterwohnung des Landkreises Dahme-Spreewald in Lübben steht den Beraterinnen eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, Ratsuchenden konkrete Lösungen für ein möglichst selbstständiges Leben zu Hause zu zeigen.
In Kooperation mit der Lübbener Wohnungsbaugesellschaft wurde die Wohnung barrierefrei gestaltet. Eine rollstuhlgerechte Küche und behindertengerechte Möbel veranschaulichen, wie sich Wohnräume an individuelle Bedürfnisse anpassen lassen. Die Musterwohnung ergänzt damit die Beratung um praktische Beispiele und macht sichtbar, welche Maßnahmen den Alltag erleichtern und die Selbstständigkeit länger erhalten können.

Neben dem Standort in Lübben gibt es eine regelmäßige Außensprechstunde in Luckau. Diese findet an jedem letzten Mittwoch im Monat von 9 bis 12 Uhr im Mehrgenerationenhaus in der Jahnstraße 8 statt. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Beratungsangebot im Landkreis im Jahr 2023 um einen weiteren Standort in Königs Wusterhausen erweitert. In der Brückenstraße 41 stehen mit Herrn Heppert und Herrn Oestreich zwei weitere Berater zur Verfügung. Damit können noch mehr Menschen im Landkreis bei Fragen zur Pflege und zu möglichen Unterstützungsleistungen beraten werden.

Die Nachfrage zeigt, wie wichtig eine verlässliche Anlaufstelle ist: Allein im Pflegestützpunkt Lübben haben in diesem Jahr bereits rund 1.500 Ratsuchende Hilfe und Unterstützung erhalten.
Zum 17-jährigen Jubiläum bleibt der Auftrag des Pflegestützpunktes unverändert: Menschen mit Pflegebedarf und ihre Angehörigen sollen in herausfordernden Lebenssituationen nicht allein gelassen werden. Mit persönlicher Beratung, konkreter Hilfe und Kenntnis der regionalen Angebote unterstützt der Pflegestützpunkt sie dabei, individuelle Lösungen zu finden und den Alltag bestmöglich zu gestalten.

Pflegestützpunkt Lübben

Gerichtsstraße 8, Lübben

  • Dienstag: 9:00–12:00 Uhr und 13:00–18:00 Uhr
  • Mittwoch: 9:00–12:00 Uhr und 13:00–15:00 Uhr
  • Telefon: 03546 1751110 oder 03546 1751111

Pflegestützpunkt Königs Wusterhausen

Brückenstraße 41, Königs Wusterhausen

  • Dienstag: 9:00–12:00 Uhr und 13:00–18:00 Uhr
  • Donnerstag: 9:00–12:00 Uhr und 13:00–16:00 Uhr
  • Telefon: 03375 262285 oder 03375 262090

Außensprechstunde Luckau

Mehrgenerationenhaus, Jahnstraße 8, Luckau

  • Jeden letzten Mittwoch im Monat: 9:00–12:00 Uhr